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André MASSON

(1896-1987)

Unikat
Der Raub der Europa (Pastellfarben (Modern)) - André  MASSON

MASSON André

Der Raub der Europa, 1932

Pastellfarben (Modern) LCD5825

6 000.00€

3
Unikat
Monument (Tinte ) - André  MASSON

MASSON André

Monument, 1960

Tinte LCD5959

3 000.00€

Unikat
Für die Hoffnung (Zeichnung (Modern)) - André  MASSON

MASSON André

Für die Hoffnung, 1948

Zeichnung (Modern) LCD4398

7 500.00€

2
Unikat
Ohne Titel (Zeichnung (Modern)) - André  MASSON

MASSON André

Ohne Titel, 1972

Zeichnung (Modern) LCD4396

8 000.00€

6
Neu
Ballet d'insectes (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Ballet d'insectes, 1969

Farblithographie LCD8581

520.00€

Pour Saint-Pol Roux (Radierung und Aquatinta) - André  MASSON

MASSON André

Pour Saint-Pol Roux, 1961

Radierung und Aquatinta LCD8400

520.00€

Die geheime Rüstung (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Die geheime Rüstung, 1970

Farblithographie LCD8494

750.00€

1
Der Mond und die Sonne (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Der Mond und die Sonne, 1968

Farblithographie LCD7895

750.00€

Sans titre (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Sans titre, 1940

Farblithographie LCD4451

650.00€

3
Sterne und Gesichter (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Sterne und Gesichter, 1972

Farblithographie LCD4233

650.00€

Sans Titre (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Sans Titre

Farblithographie LCD3845

550.00€

La Jerusalem delivrée (Stich) - André  MASSON

MASSON André

La Jerusalem delivrée

Stich LCD3288

650.00€

4
La métamorphose de la femme (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

La métamorphose de la femme, 1970

Farblithographie LCD3077

650.00€

6
Verkauft
Sonette von Louise Labé (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Sonette von Louise Labé, 1972

Farblithographie LCD8170

Verkauft

Verkauft
Sonette von Louise Labé (Farblithographie) - André  MASSON

MASSON André

Sonette von Louise Labé, 1972

Farblithographie LCD4411

Verkauft

5
Verkauft
Pyrame et Thisbé (Radierung) - André  MASSON

MASSON André

Pyrame et Thisbé, 1979

Radierung LCD3847

Verkauft

André MASSON

Biographie

André Masson – Biografie, Radierungen und Original-Lithografien

André Masson, geboren am 4. Januar 1896 in Balagny-sur-Thérain (Oise), gestorben am 28. Oktober 1987 in Paris, gehört zu den Begründern der surrealistischen Malerei. Er entwickelte die automatische Zeichnung und die Sandbilder der späten 1920er-Jahre, arbeitete eng mit Georges Bataille und Michel Leiris zusammen und wirkte im amerikanischen Exil auf die Maler des Abstrakten Expressionismus. Sein druckgrafisches Werk – Radierungen, Kaltnadelarbeiten, Aquatinten und Original-Lithografien – entstand überwiegend für Künstlerbücher und umfasst mehr als sechs Jahrzehnte.

Die Galerie Le Coin des Arts zeigt von André Masson Unikate und Druckgrafik: das Pastell L’Enlèvement d’Europe (1932), die Zeichnung Pour l’espoir (1948), die Tuschzeichnung Monument (1960) und eine Zeichnung ohne Titel von 1972; Lithografien wie La Lune et le Soleil (1968), L’Armure secrète und La Métamorphose de la femme (1970), Astres et visages und Blätter zu den Sonnets de Louise Labé (1972) sowie ein Blatt ohne Titel von 1940; schließlich die Radierungen Pour Saint-Pol Roux (1961, Radierung und Aquatinta), La Jérusalem délivrée und Pyrame et Thisbé (1979). Ausgewählt nach Druckqualität, Auflage, Provenienz und Erhaltung.

Ausbildung in Brüssel und Verwundung im Ersten Weltkrieg

Die Familie zog über Lille nach Brüssel, wo Masson mit elf Jahren an der Académie royale des beaux-arts bei Constant Montald zu studieren begann. Auf Anraten des Dichters Émile Verhaeren ging er nach Paris an die École des beaux-arts. Als Infanterist wurde er 1917 bei der Offensive am Chemin des Dames schwer verwundet und verbrachte viele Monate im Lazarett. Gewalt, Opfer und Verwandlung blieben die Grundthemen seines Werks.

Kahnweiler, Rue Blomet und der frühe Surrealismus

Anfang der 1920er-Jahre nahm ihn der aus Mannheim stammende Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler unter Vertrag; dessen Galerie Simon zeigte im Februar 1924 seine erste Einzelausstellung. Im Atelier in der Rue Blomet 45, Tür an Tür mit Joan Miró, verkehrten Leiris, Limbour und Artaud. 1924 schloss sich Masson André Breton an. Mit automatischen Zeichnungen und ab 1926 mit Sandbildern – Leim auf der Leinwand, darüber geworfener Sand – wurde er zum radikalsten Maler des frühen Surrealismus. 1929 trennte er sich von Breton und näherte sich Georges Bataille; 1931-1934 entstanden die Massacres. Nach den Pariser Unruhen vom Februar 1934 heiratete er Rose Maklès und lebte bis 1936 in Tossa de Mar in Katalonien.

Deutsche Romantik, Nietzsche und Wagner

Masson sprach kein Deutsch, reiste aber wiederholt nach Deutschland und war leidenschaftlicher Wagnerianer. Die deutsche Romantik und Friedrich Nietzsche – auch über Batailles Zeitschrift Acéphale (1936-1939), deren Umschläge er zeichnete – waren feste Bezugspunkte. Ende der 1930er-Jahre malte er ein Bildnis Goethes, dessen Farbenlehre und Metamorphose der Pflanzen ihn beschäftigten, und 1939 das Portrait du poète Heinrich von Kleist. Diesem Aspekt widmeten die Kunstsammlungen Chemnitz 2019-2020 die Ausstellung André Masson. Zwischen Welten – Entremondes mit 35 Gemälden, 58 Zeichnungen und Druckgrafiken und fünf Skulpturen, unter anderem mit Leihgaben der Sammlung Scharf-Gerstenberg der Staatlichen Museen zu Berlin, der Kunsthalle Bremen und der Staatsgalerie Stuttgart.

Exil in Amerika, Provence und Anerkennung in Basel, Kassel und Wien

Von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, floh Masson 1941 über Marseille und Martinique in die USA und lebte bis Oktober 1945 in New Preston, Connecticut; seine Sandbilder und seine Automatik nahmen, so das Museum of Modern Art, die Malerei Jackson Pollocks vorweg. Ab 1947 lebte er in Le Tholonet bei Aix-en-Provence. 1950 zeigte die Kunsthalle Basel eine Retrospektive gemeinsam mit Alberto Giacometti. Er war auf der documenta 1 (1955), II (1959) und III (1964) in Kassel vertreten. Die Albertina in Wien richtete 1958 die erste Retrospektive seiner Druckgrafik aus. 1965 malte er die Decke des Pariser Théâtre de l’Odéon; 1976 folgte die Retrospektive im Museum of Modern Art in New York, 1977 die Hommage im Grand Palais.

Das druckgrafische Werk und seine Werkverzeichnisse

Massons Grafik ist an das Buch gebunden. Die ersten Lithografien erschienen 1925 in Leiris’ Simulacre; es folgten Batailles Histoire de l’œil (1928), L’Anus solaire (1931) und Sacrifices (1936, fünf Radierungen). Nach dem Krieg arbeitete er in der Lithografiewerkstatt Mourlot, schuf 1949 für Malraux’ Les Conquérants seine ersten Farbradierungen und ließ seine Platten im Atelier Lacourière (Les Hain-Teny, 1956) und bei den Brüdern Crommelynck (Le Septième Chant, 1974) drucken. Mehr zur Tiefdrucktechnik.

Die maßgeblichen Verzeichnisse sind in der Schweiz und in New York erschienen: André Masson. Gravures 1924-1972 (Freiburg im Üechtland/Fribourg, Office du Livre, 1973); Lawrence Saphire, André Masson. The Complete Graphic Work, Bd. 1, Surrealism 1924-1949 (New York, 1990), zitiert als „Saphire 46“; sowie Lawrence Saphire und Patrick Cramer, André Masson. The Illustrated Books. Catalogue raisonné (Genf, Patrick Cramer, 1994), zitiert als „Cramer 99“. Einzelblätter werden nach Saphire, Buchillustrationen nach Cramer bestimmt.

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Werkverzeichnis. Verlangen Sie die Saphire- oder Cramer-Nummer und prüfen Sie Datum, Technik und Maße.

Auflage und Impressum. Künstlerbücher erschienen in kleinen nummerierten Auflagen, oft mit Suiten auf Japanpapier und Exemplaren „hors commerce“; die Auflage muss dem Kolophon entsprechen.

Signatur. Einzelblätter sind in der Regel mit Bleistift signiert, viele Buchblätter – etwa aus Le Septième Chant – dagegen unsigniert erschienen. Eine im Stein mitgedruckte Unterschrift ersetzt keine handschriftliche.

Zeitschriftenblätter und Plakate. Lithografien aus der Zeitschrift XXe Siècle und Plakate der Galerie Louise Leiris sind echt, aber deutlich weniger wert als signierte, nummerierte Abzüge.

Provenienz. Kahnweiler und die Nachfolgegalerie Louise Leiris vertraten Masson fast sein ganzes Leben lang; eine Herkunft aus diesem Umfeld ist ein starkes Indiz. In deutschen Sammlungen ist Masson gut vertreten – vom Berliner Museum Scharf-Gerstenberg bis zur Bronze Arbre-femme (1973) in der Sammlung Simon Spierer im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

Buchblätter. Viele im Handel angebotene Einzelradierungen stammen aus aufgelösten Künstlerbüchern. Das ist legitim, muss aber offen benannt und im Preis berücksichtigt werden.

Papier und Erhaltung. Achten Sie auf vollständige Ränder, keine Stockflecken oder Lichtränder; Rötel- und Farbtöne verblassen. Siehe unsere Rahmung mit UV-Schutzglas und unsere Seite zur Authentizität.

Wir wählen Massons Grafik mit derselben Sorgfalt aus wie die seiner Weggefährten: Max Ernst, Joan Miró, Pablo Picasso, Wifredo Lam und Alberto Giacometti. Entdecken Sie auch den Surrealismus und unsere illustrierten Bücher.

Quellen und Literatur

Frédéric Bußmann und Diana Kopka (Hrsg.), André Masson. Zwischen Welten – Entremondes, Wienand Verlag, 2019 · André Masson. Alberto Giacometti, Ausstellungskatalog, Kunsthalle Basel, 1950 · André Masson. Gravures 1924-1972, Fribourg, Office du Livre, 1973 · Lawrence Saphire und Patrick Cramer, André Masson. The Illustrated Books, Genf, 1994 · Kunstsammlungen Chemnitz – Zwischen Welten · Alberto Giacometti-Stiftung – Katalog Kunsthalle Basel 1950 · MoMA – Battle of Fishes

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