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Maria Helena VIEIRA DA SILVA

(1908-1992)

Elegie für Georges Pompidou (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Elegie für Georges Pompidou, 1978

Farblithographie LCD5586

1 600.00€

Les piétons de Noël (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Les piétons de Noël, 1978

Farblithographie LCD5817

1 200.00€

5
Carnaval (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Carnaval, 1978

Farblithographie LCD5673

1 200.00€

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Elegie für Georges Pompidou (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Elegie für Georges Pompidou, 1978

Farblithographie LCD5583

1 600.00€

1
Verkauft
Souris (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Souris, 1978

Farblithographie LCD5381

Verkauft

4
Verkauft
Elegie für Georges Pompidou (Farblithographie) - Maria Helena VIEIRA DA SILVA

VIEIRA DA SILVA Maria Helena

Elegie für Georges Pompidou, 1978

Farblithographie LCD5585

Verkauft

6
Maria Helena VIEIRA DA SILVA

Biographie

Maria Helena Vieira da Silva – Biografie, Lithografien, Radierungen und Originalgrafik

Maria Helena Vieira da Silva (1908-1992) zählt zu den bedeutendsten Malerinnen der École de Paris und der lyrischen Abstraktion. Die gebürtige Lissabonnerin lebte ab 1928 in Paris und wurde 1956 Französin. Ihre Bilder aus Rastern, Schachbrettmustern und fliehenden Linien lassen Bibliotheken, Städte, Bahnhöfe und Labyrinthe erahnen, ohne sie je abzubilden. 1966 erhielt sie als erste Frau den französischen Grand Prix National des Arts. Seit 1929 auch als Grafikerin tätig, hinterließ sie ein umfangreiches druckgrafisches Werk – Kupferstiche, Radierungen, Lithografien –, das gerade im deutschsprachigen Raum, bei Beyeler in Basel und Erker in St. Gallen, verlegt wurde.

Die Galerie Le Coin des Arts in Paris bietet handsignierte Original-Lithografien von Vieira da Silva an, ausgewählt nach Druckqualität, Provenienz und Erhaltungszustand – darunter Blätter aus den Verlagen der Galerie Ernst Beyeler (Basel), der Erker-Galerie (St. Gallen) und der Éditions Regards.

Kindheit und Ausbildung in Lissabon

Maria Helena Vieira da Silva wurde am 13. Juni 1908 in Lissabon geboren. Ihr Vater, ein Diplomat, starb 1911 in einem Schweizer Sanatorium; sie wuchs bei der Mutter im Haus des Großvaters auf und reiste schon als Kind viel. Von 1919 bis 1927 lernte sie in Lissabon Zeichnen und Malen, unter anderem bei Emília Santos Braga und Armando Lucena, dazu Modellieren.

Paris ab 1928: Bildhauerei, Malerei, Kupferstich

1928 zog sie mit ihrer Mutter nach Paris und studierte Bildhauerei bei Antoine Bourdelle an der Académie de la Grande Chaumière, wo sie den ungarischen Maler Árpád Szenes kennenlernte. 1929 arbeitete sie bei Charles Despiau an der Académie Scandinave und wandte sich dann der Malerei zu – bei Charles Dufresne, Henry de Waroquier und Othon Friesz sowie in Kursen von Fernand Léger. Im selben Jahr erlernte sie im Atelier des Engländers Stanley William Hayter, dem späteren Atelier 17, die Technik des Kupferstichs.

Am 22. Februar 1930 heiratete sie Szenes und verlor dadurch die portugiesische Staatsangehörigkeit. 1932 lernte sie die Galeristin Jeanne Bucher kennen, die ihre Laufbahn entscheidend förderte, und besuchte den Unterricht von Roger Bissière an der Académie Ranson. 1933 erschien bei Jeanne Bucher das von ihr illustrierte Kinderbuch Kô et Kô von Pierre Guéguen; 1936 und 1937 folgten Einzelausstellungen.

Exil in Rio de Janeiro (1940-1947)

Bei Kriegsbeginn ging das Paar 1939 nach Portugal; da ihnen die portugiesische Staatsbürgerschaft verweigert wurde, emigrierten sie 1940 nach Rio de Janeiro. Dort entstanden düstere Bilder wie L’Incendie I (1944); 1942 stellte sie im Museu Nacional de Belas Artes in Rio aus. Im März 1947 kehrte sie nach Paris zurück, wo sich der Kunsthändler Pierre Loeb für ihr Werk einsetzte und sie 1949, 1951 und 1955 in der Galerie Pierre zeigte.

Durchbruch in der Schweiz und in Deutschland

Früh fand ihr Werk im deutschsprachigen Raum Resonanz. 1954 widmete ihr die Kunsthalle Basel eine Einzelausstellung, und im selben Jahr gewann sie den ersten Preis im Wettbewerb für einen Wandteppich der Universität Basel; zugleich war sie auf der Biennale von Venedig vertreten. 1956 folgten Ausstellungen in der Galerie Marie-Suzanne Feigel in Basel und der Galerie du Perron in Genf. 1958 tourte eine Ausstellung durch die Kestner-Gesellschaft Hannover, den Kunst- und Museumsverein Wuppertal und den Kunstverein Bremen. In Kassel war sie auf der documenta 1 (1955), der documenta II (1959) und der documenta III (1964) vertreten. 1961 zeigte die Städtische Kunsthalle Mannheim ihre Werke, und 1970 stellte die Kunsthalle Basel sie erneut aus.

1956 erhielten Vieira da Silva und Szenes die französische Staatsbürgerschaft. Es folgten der Internationale Große Preis für Malerei der Biennale von São Paulo 1961, 1962 die Ernennung zum Commandeur des Arts et des Lettres und 1966 der Grand Prix National des Arts. 1969 zeigte das Musée National d’Art Moderne in Paris eine Retrospektive.

Glasfenster, Azulejos und Vermächtnis

Ab 1966 entwarf sie gemeinsam mit dem Maler Joseph Sima die Glasfenster der Kirche Saint-Jacques in Reims (erste Fenster 1968). Für die Lissabonner U-Bahn gestaltete sie die Azulejo-Wände der Station Cidade Universitária, eröffnet 1988 – dem Jahr der großen Retrospektiven zu ihrem 80. Geburtstag im Grand Palais in Paris und in der Gulbenkian-Stiftung in Lissabon.

Sie starb am 6. März 1992 in Paris. Die Fundação Árpád Szenes-Vieira da Silva in Lissabon wurde am 4. November 1994 eröffnet. 2025 widmeten ihr die Peggy Guggenheim Collection in Venedig und das Guggenheim Bilbao die Ausstellung Anatomie des Raumes.

Das druckgrafische Werk

Ihre Tiefdrucke – Kupferstiche, Radierungen und Aquatinten – übertragen das feine Liniengeflecht ihrer Gemälde auf die Kupferplatte: 25 Kupferstiche für René Chars L’Inclémence lointaine (Pierre Berès, 1961) und sieben Porträts im Zuckeraussprengverfahren für Chars Sept portraits (1975), gedruckt von Claude Manesse.

In der Lithografie fand sie transparente Farbschleier und verstreute Lichtpunkte. 1971 präsentierte die Galerie Jeanne Bucher ihre Lithografien und einen Siebdruck. Besonders reich sind die 1970er-Jahre: Lithografien im Verlag der Galerie Beyeler, Basel, der Erker-Presse in St. Gallen (unter anderem zu Jean Cassous Vingt-deux poèmes) und der Éditions Regards (Senghors Élégies majeures, gedruckt im Atelier Bellini). Zudem illustrierte sie zahlreiche Künstlerbücher – von René Char über Platons Gastmahl (1972) bis Senghor.

Das Werkverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen von Guy Weelen und Jean-François Jaeger erschien 1994 bei Skira in Genf. Für die Druckgrafik verweist der Handel meist auf den Katalog Vieira da Silva, obra gráfica 1933-1991 (Tomar, 1993) aus der Sammlung Gérard A. Schreiner, zitiert als „Schreiner Nr.“.

Originalgrafik von Vieira da Silva kaufen

Beim Erwerb einer Lithografie oder Radierung von Vieira da Silva sollten Sie prüfen: Technik (Lithografie, Kupferstich, Radierung, Aquatinta, Siebdruck); Auflage – die meisten Blätter sind nummeriert (etwa 54/190), daneben gibt es E.A.- und H.C.-Exemplare sowie unnummerierte Vorzugsexemplare aus Künstlerbüchern (siehe der Druck); Signatur – in der Regel handsigniert mit Bleistift; außerdem Werkverzeichnisnummer, Verlag, Drucker, Provenienz und Erhaltung (Bütten wie Arches, keine Lichtschäden, frische Farben).

Originalgrafik oder Reproduktion? Ihre Gemälde wurden vielfach als Ausstellungsplakate und Offsetdrucke reproduziert. Ein Originaldruck wird von der Künstlerin eigens für den Druck geschaffen, unter ihrer Kontrolle abgezogen und signiert; ein Plakat trägt meist Text und ist weder nummeriert noch handsigniert.

Die Galerie Le Coin des Arts wählt die Originalgrafik von Vieira da Silva mit Blick auf Echtheit, Provenienz und Zustand aus, liefert ein Echtheitszertifikat und berät Sie bei der Rahmung. Entdecken Sie auch Roger Bissière, Jean Bazaine, Serge Poliakoff, Zao Wou-Ki und Anna-Eva Bergman.

Quellen und Literatur

Fundação Árpad Szenes-Vieira da Silva, Lissabon · Galerie Jeanne Bucher Jaeger, Biografie · Wikipedia · Guy Weelen und Jean-François Jaeger, Vieira da Silva: catalogue raisonné, Skira, Genf, 1994 · Vieira da Silva, obra gráfica 1933-1991, Sammlung Gérard A. Schreiner, Tomar, 1993.

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Zwei Galerien in Paris

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