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Fernand LEGER

(1881-1955)

Der Camper (Holzschnitt) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Der Camper

Holzschnitt LCD7870

4 800.00€

5
Nature morte aux fruits (Farblithographie) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Nature morte aux fruits, 1948

Farblithographie LCD7534

3 500.00€

3
Komposition mit Dominosteinen (Schablone) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Komposition mit Dominosteinen, 1947

Schablone LCD6524

4 500.00€

4
Nature morte (Farblithographie) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Nature morte, 1951

Farblithographie LCD6162

1 900.00€

1
Chevreuse (Siebdruck) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Chevreuse

Siebdruck LCD5921

2 800.00€

5
Der rote Vogel im Wald (Aquatinta) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Der rote Vogel im Wald, 1953

Aquatinta LCD5640

3 500.00€

3
Composition à la bouteille bleue (Siebdruck) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Composition à la bouteille bleue, 1951

Siebdruck LCD3429

2 800.00€

3
Verkauft
Der Brunnen (Farblithographie) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Der Brunnen, 1951

Farblithographie LCD7797

Verkauft

1
Verkauft
Komposition auf gelbem Hintergrund (Farblithographie) - Fernand LEGER

LEGER Fernand

Komposition auf gelbem Hintergrund, 1954

Farblithographie LCD4690

Verkauft

4

Portrait de Fernand Léger par Carl Van Vechten, 1936 - Domaine public via Library of Congress

Fernand LEGER

Biographie

Fernand Léger – Biografie, Lithografien und Originalgrafik

Fernand Léger wurde am 4. Februar 1881 in Argentan in der Normandie geboren und starb am 17. August 1955 in Gif-sur-Yvette bei Paris. Er entwickelte aus dem Kubismus eine unverwechselbare Bildsprache aus Zylindern, Maschinenteilen und klaren, ungebrochenen Farben mit schwarzer Kontur und machte Großstadt, Technik und arbeitende Menschen zum Thema der modernen Kunst. Neben Gemälden, Filmen, Wandbildern, Glasfenstern und Keramiken hinterließ er ein bedeutendes druckgrafisches Werk, vor allem Originallithografien und illustrierte Bücher. Zugleich gehört er zu den Klassikern der Moderne, bei denen der Markt besonders viele posthume Auflagen und Reproduktionen kennt – Sorgfalt beim Kauf ist daher unerlässlich.

Die Galerie Le Coin des Arts bietet derzeit mehrere Blätter von Léger an, ausgewählt nach Druckqualität, Auflage, Provenienz und Erhaltung: die Farblithografie Nature morte aux fruits (1948), ein weiteres lithografiertes Nature morte (1951), die schablonenkolorierte Composition aux dominos (1947), die Aquatinta L’Oiseau rouge dans le bois (1953), den Siebdruck Chevreuse sowie den Holzschnitt Le Campeur. Zu jedem Blatt nennen wir den genauen Status: Originalgrafik, vom Künstler signierte Reproduktionsgrafik nach einer Gouache oder posthume Ausgabe.

Lehrjahre in Caen und Paris

Der Sohn eines normannischen Viehzüchters absolvierte zunächst eine Lehre bei einem Architekten in Argentan und Caen. Um 1900 ging er nach Paris, arbeitete als Bauzeichner und besuchte die École des Arts décoratifs sowie die Académie Julian. 1907 stellte er erstmals im Salon d’Automne aus. In der Künstlerkolonie La Ruche am Montparnasse lernte er Robert Delaunay, Marc Chagall, Alexander Archipenko und den Dichter Blaise Cendrars kennen. Um 1910/11 schloss er sich dem Kubismus im Umkreis der Section d’Or an; der Kritiker Louis Vauxcelles prägte für seine Röhrenformen den Spottnamen „Tubismus“. Zwischen 1912 und 1914 entstanden rund vierzig Formkontraste (Contrastes de formes). 1913 nahm ihn der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler unter Vertrag.

Krieg, Maschine und Film

Am 2. August 1914 eingezogen, diente Léger als Pionier und Krankenträger an der Front; 1916 zeichnete er bei Verdun die Kartenspielenden Soldaten. Nach einem Lazarettaufenthalt wurde er 1917 ausgemustert und arbeitete fortan mit dem Kunsthändler Léonce Rosenberg. Die Kriegserfahrung führte ihn zu seiner „mechanischen Periode“: Die Stadt (1919), Die Scheiben in der Stadt. 1924 drehte er gemeinsam mit Dudley Murphy den Experimentalfilm Ballet mécanique (Musik: George Antheil, unter Mitwirkung von Man Ray). Er arbeitete für die Zeitschrift L’Esprit Nouveau, mit Le Corbusier und Charlotte Perriand; 1928 veröffentlichte Tériade die erste Monografie über ihn.

Internationale Anerkennung und Exil in Amerika

1931 reiste Léger erstmals in die USA, 1935 widmete ihm das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive. Für die Pariser Weltausstellung 1937 schuf er Wandbilder für die Gewerkschaft CGT. Von 1940 bis Ende 1945 lebte er im amerikanischen Exil, malte die Serien der Taucher und Radfahrer und unterrichtete am Mills College in Kalifornien. Das große Gemälde Les Plongeurs aus diesen Jahren befindet sich heute im Museum Ludwig in Köln. 1945 trat er der Kommunistischen Partei Frankreichs bei und kehrte nach Paris zurück.

Monumentalkunst, Biot und Nachruhm

In seinem letzten Lebensjahrzehnt widmete sich Léger der Kunst im öffentlichen Raum: Fassadenmosaik der Kirche von Assy, Glasfenster für Sacré-Cœur in Audincourt, Arbeiten für die Universität von Caracas und das UNO-Gebäude in New York. Es entstanden Die Konstrukteure (1950) und La Grande Parade; ab etwa 1949 schuf er in Biot farbige Keramikskulpturen. Noch im Jahr seines Todes war er auf der ersten documenta in Kassel (1955) vertreten, danach auch auf der documenta II (1959) und III (1964). 1960 eröffneten seine Witwe Nadia Léger und sein Assistent Georges Bauquier das Musée national Fernand Léger in Biot. Im deutschsprachigen Raum ist Léger hervorragend vertreten: Das Kunstmuseum Basel besitzt die Frau in Blau (1912), die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zeigte 2008 die große Ausstellung Fernand Léger. Paris – New York (Katalog bei Hatje Cantz), in der Les Plongeurs als Leihgabe aus Köln zu sehen war.

Das druckgrafische Werk: Mourlot, Tériade und das Werkverzeichnis Saphire

Die ersten Druckgrafiken entstanden für Bücher von Cendrars, etwa La Fin du monde filmée par l’ange N.-D. (1919) mit schablonenkolorierten Illustrationen. Der Schwerpunkt liegt jedoch nach 1945 und fast ausschließlich auf der Lithografie, gedruckt in der Pariser Werkstatt Mourlot. 1949 erschienen Lithografien zu Rimbauds Les Illuminations beim Verleger Louis Grosclaude (Éditions des Gaules) in Lausanne. 1950 veröffentlichte Tériade das Malerbuch Cirque mit 83 Lithografien, davon 34 farbig, gedruckt bei Mourlot (Auflage laut MoMA 300, laut Stedelijk Museum 280). Die Galerie Louise Leiris gab signierte Farblithografien heraus, etwa Nature morte aux fruits (1948, 75 Exemplare).

Daneben signierte Léger Reproduktionsgrafiken, die Handwerker nach seinen Gouachen ausführten: Pochoirs des Verlegers Guy Spitzer (Composition aux dominos, 1947, 300 Exemplare), Aquatinten aus der Werkstatt Lacourière (L’Oiseau rouge dans le bois, 1953, 125 Exemplare) und Siebdrucke (Chevreuse, nach einer auf August 1951 datierten Zeichnung). Maßgeblich ist das Werkverzeichnis von Lawrence Saphire, Fernand Léger: The Complete Graphic Work (New York, Blue Moon Press, 1978). Originalgrafiken tragen dort eine einfache Nummer („Saphire 18“ für Nature morte aux fruits), Blätter nach seinen Werken stehen in einem eigenen Abschnitt mit dem Buchstaben „E“ („Saphire E19“, „Saphire E8“).

Eine Originalgrafik von Fernand Léger kaufen

Zu Lebzeiten oder posthum? Alles, was nach August 1955 gedruckt wurde, ist posthum. Bekanntestes Beispiel ist La Ville: 29 Lithografien, 1954 begonnen, von Nadia Léger, Fernand Mourlot und Tériade vollendet und 1959 mit Stempelsignatur in 180 Exemplaren veröffentlicht. Zahlreiche weitere Lithografien und Siebdrucke „nach Léger“ folgten.

Signatur. Eine eigenhändige Bleistift- oder Tintensignatur ist etwas anderes als eine im Stein gedruckte Signatur oder ein Stempel (die Unterschrift).

Auflage. Signierte Auflagen liegen meist zwischen 75 und 300 Exemplaren; vergleichen Sie die Angabe mit Saphire (der Druck).

Werkverzeichnis. Eine „E“-Nummer bezeichnet ein echtes, signiertes Blatt nach einem Werk Légers, aber keine Originallithografie – das muss sich im Preis widerspiegeln.

Buchillustrationen. Blätter aus Cirque oder Les Illuminations sind echte Lithografien, aber nicht mit Bleistift signiert.

Reproduktionen und Plakate. Offsetdrucke und Ausstellungsplakate sind keine Originalgrafik (Was ist ein Originaldruck?).

Erhaltung. Légers Rot-, Gelb- und Blautöne sind lichtempfindlich: auf breite Ränder, Lichtränder und Stockflecken achten und mit UV-Schutzglas rahmen (Rahmen). Unsere Garantien finden Sie unter Authentizität.

Wir wählen nur Blätter Légers aus, deren Status eindeutig belegt ist. Weiterführend: Pablo Picasso, Georges Braque, Robert Delaunay, Le Corbusier und Max Bill, außerdem die moderne Kunst und unsere Radierungen und Lithographien.

Quellen und Literatur

Lawrence Saphire, Fernand Léger: The Complete Graphic Work, Blue Moon Press, New York 1978 · Fernand Léger. Paris – New York, Ausst.-Kat. Fondation Beyeler, Hatje Cantz, Ostfildern 2008 · Musée national Fernand Léger, Biot · Centre Pompidou – Fernand Léger · MoMA – Cirque, 1950 · Stedelijk Museum – Cirque · Hood Museum of Art – Les Illuminations

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